Fortuna soll jubeln

Ich frage mich schon seit Wochen, wann ich es das erste Mal schaffe, zu meinem Verein zu gehen. Mit der Fortuna steht es ja zurzeit recht gut. Das fiese Derby im tiefsten Osten gegen Dynamo (2:0) gewonnen, Platz drei inne und einen guten Lauf: zehn Spiele mit sieben Siegen und einem Unentschieden abgeschlossen. Okay, das Spitzenspiel bei Union Berlin verloren, aber sowas passiert selbst dem meist geliebten und meist gehassten Bayern immer wieder. Um im Bayern-Vergleich zu bleiben: Wir gewinnen gegen den Wu-Tal, die Baujuwaren bei Schlakke 05. Damit kommt man auch wieder mit nach oben, bzw. bleibt in der entscheidenden Phase vor der Winterpause in der Spitzengruppe.

In dieser Saison habe ich nur in der Vorbereitung das ein oder andere Spiel der Tuna gesehen, bzw. mir arbeitstechnisch Tests gegen einige Unterklassigen Vereine angesehen. Nicht der Burner und auch nicht das, was ein Spiel um Meisterschaftspunkte ausmacht.

Spielankündigung

Spielankündigung: 21. Nov. 2008

Jetzt kommt am Freitag Eintracht Braunschweig und die Werbetafeln verheißen: Braunschweigt, Düsseldorf jubelt“! Ich hätte nichts vor, einen Geburtstagsbesuch vielleicht, eine Party. Auch wurde ich schon gefragt, ob ich nicht mitgehen will. Aber: Soll ich wirklich das Gesetzt der Serie brechen? Es wagen, ins Stadion zu gehen, um endlich mal ‚meine Jungs‚ zu sehen. Dem Bene habe ich das verboten. Also zu Heimspielen ins ehemalige Rheinstadion zu gehen. Da verlor meine Rot-Weiße-Leidenschaft immer – wenn er ohne mich ging. Nur zu Auswärtsspielen darf er nur noch, weil er da (wie beim VfB II) als kleiner Glücksbringer fungiert. Die Eintracht schwächelte in den letzten fünf Spielen und konnte nur zwei Pünktchen einheimsen. Nicht viel. Und: Besonders für einen Traditionsclub wie die Eintracht sicherlich viel zu wenig. Zu wenig wäre im Kampf um die Top3 für Fortuna gegen den Zwölften auch nur ein Remis. So eine Punkteteilung durfte ich mir die letzten Mal als minimales immer ansehen. Wird wohl die beste Entscheidung sein, dass ich nicht hingehe und Fortuna einen Dreier holt. Dazu halte ich es wie der von mir geschätzte Herr Eilenberger in Lob des Tores, wo er sagt:

„[…] der engagierte Stadionbesucher [ist] tatsächlich eines der widersprüchlichsten Wesen, das sich denken lässt. Entweder er erreicht mit seiner Anwesenheit gar nichts (außer der Finanzierung des Ereignisses), oder aber sein Einfluss ist qualitätsmindernd. Die schiere Anwesenheit des Zuschauers bewirkt , dass er in der Regel nicht das zu sehen bekommt, worauf er eigentlich hofft.
Ein aufgeklärter Freund des Fußballs bleibt deshalb zu Hause.“
(s. 23 f, Februar 2008)

So sprach und textete Wolfram Eilenberger weise und ich werde wohl – schweren Herzens – zu Hause auf die Zusammenfassung in bewegten Bilder warten – entweder irgendwann und -wo am Freitagabend oder in den Sendungen am Folgetag. …außer, der Reiz obliegt und ist unwiderstehlich.

Ein Kommentar

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